OGV Freilassing: Blütenpracht frisch geschnitten oder getrocknet - Besuch bei der Bio Blumenbäuerin
Der Obst- und Gartenbauverein Freilassing war zu Besuch im Salzburger Land bei Bio Blumenbäuerin Brigitte Dörner. Sie hat sich ihren Traum Blumen in Bioqualität regional, saisonal und nachhaltig zu produzieren auf dem Hof ihres Mannes in Eugendorf erfüllt und ein kleines Blumenparadies erschaffen. In einer kurzen Einführung erfuhren die Gartler den Werdegang der Blumenbäuerin. Sie engagiert sich in der Slow Flower Bewegung und setzt sich für gift- und pestizidfreie Blumen ein.
Bei der anschließenden Führung über ihre Blumenfelder staunten die Gartler über die große Blütenpracht. Alle Blumen werden aus eigenem Saatgut gesät, und bis zum Pflanzen gehegt und gepflegt. Rund 150 verschiedenen Sorten Schnittblumen, Trockenblumen und Dahlien setzen farbenfrohe Akzente und ziehen unzählige Bestäuber an, die auch für die Obstbäume des Hofes wichtig sind. Um die Wintermonate abzudecken, schneidet Brigitte Dörner den ganzen Sommer über Strohblumen, Sternskabiosen, Papierblumen, Staticien und viele andere Sorten zum Trocknen. Die Teilnehmer staunten wie viele Blumen zum Trocknen geeignet sind, und der richtige Zeitpunkt zum Schneiden wichtig ist. Bei ihrem Gang über die Felder erfuhren die Gartler wissenswertes zum Sammeln von Blumensamen und das Beete immer gemulcht sein sollten, um Unkraut zu unterdrücken und der Austrocknung vorzubeugen. Pflanzen wie die Bartnelke oder die Lupine kann man stehen lassen, weil sie sich selbst aussamen. Um die Bodengesundheit zu erhalten, werden Gründüngungen wie Phacelia, Lein oder Flachs gesät und eigener Kompost und Mist der am Hof gehaltenen Pferde und Hühner eingearbeitet. Die Runde endete wieder am Hof mit Tipps zum Stecken von Blumen, ohne dabei Steckschwamm zu verwenden. Bei einem gemütlichen Beisammensitzen wurden Letze Fragen beantwortet und Erfahrungen ausgetauscht und ein interessanter und farbenfroher Abend fand sein Ende.
Text und Fotos: OGV Freilassing





