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Jahreshauptversammlung des OGV Anger

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Bild zur Meldung: Jahreshauptversammlung des OGV Anger

Die Vorsitzende des Vereins, Doris Baumgartner, konnte wieder viele Vereinsmitglieder und Ehrengäste zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Zum Totengedenken wurde besonders an Herrn Johann Scheurl, Vereinsvorsitzender von 1968 bis 1976, welcher am Anfang der Pandemie im März 2020 verstorben war, erinnert.

 

In der Amtszeit vom „Pizei Hans“ stand der Obstbau aufgrund von vermehrtem Plantagenanbau nicht mehr im Vordergrund, dafür wurde mit steigendem Fremdenverkehr mehr Wert auf den Blumenschmuck gelegt. „Hans hat den Verein übernommen als ich geboren wurde, und jetzt darf ich sein Erbe weiterführen“ so der ehrende Nachruf der jetzigen Vorsitzenden. Nach dem Kassenbericht von Christa Weitzenberg bescheinigte Kassenprüferin Resi Schmid eine „perfekt“ geführte Kasse und empfahl die Entlastung der Vorstandschaft, was die Versammlung einstimmig unterstützte.

 

Anschließend ließ die Vereinsvorsitzende in Vertretung von Schriftführerin Andrea Schmautz die letzten zwei Jahre Revue passieren: Wie in jedem Verein waren die Aktivitäten sehr eingeschränkt und wenige nur mit großem Organisatorischem Aufwand durchführbar. Bürgermeister Markus Winkler hob besonders die vielen verschiedenen Tätigkeiten des Vereins hervor. Besonders aber das vielseitige Engagement mit den Kindern, wobei die vielen positiven Erlebnisse in der Natur lange in Erinnerung bleiben.

 

Anderl Schmölz, stellvertretender Kreisvorsitzender, berichtete von der Teilnahme bei der Landesgartenschau in Ingolstadt, Thema des Kreisverbandes „Grün verWandelt Grau“ alle Möglichkeiten  der Wandbegrünung. „Wir Gartler schätzen unsere Gärten!“ welchen Stellenwert ein eigener Garten besitzt merkte man in Zeiten der Pandemie. „Ich hoffe und wünsche, Euch allen und mir, dass ein Garten wichtig ist, aber hoffentlich nicht überlebenswichtig wird!“ so seine nachdenklichen Worte. Die beiden Vorsitzenden des Gartenbauvereins, Doris Baumgartner und Barbara Fuchshuber-Draxl, haben ein Bilderquiz ausgearbeitet. Veröffentlicht wird es im Gemeindeblatt und auf der Homepage der Gemeinde unter www.rathaus-anger.de als Pdf-Datei. Der Verein freut sich über eine rege Beteiligung. Im weiteren Jahreslauf wird der Verein soweit möglich wieder aktiv werden. Alle Veranstaltungen werden in der Tageszeitung und auf www.garten-bgl.de veröffentlicht.

 

Nach dem kurzfristig eingeschobenen, nach der langen Kontaktpause wichtigen Programmpunkt „Ratschen“ folgte ein interessanter Vortrag des Kreisfachberaters Josef Stein zum Thema: Heimische und nichtheimische Pflanzen. Beginnend mit der wichtigsten Einwandererin-die Kartoffel. Weltweit gibt es an die 5000 Sorten, in Europa ca. 150 der tollen Knolle. Die Kartoffel beendete ab 1750 alle großen Hungersnöte in Europa. In der tollen Knolle stecken viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, eine Ernährung nur mit Milch und Kartoffel würde alle lebenswichtigen Nährstoffe für den Menschen enthalten. Der Fachmann stellte die richtigen Sorten  für unser Klima vor, gab Tipps zum Anbau und Pflanzenschutz der Kartoffel. Eine invasive Pflanze ist das indische Springkraut, man kann es aber durch Abmähen oder ausreißen vor der Blüte stark dezimieren. Ein größeres Problem sind die vermehrten Vorkommen der Ambrosia. Die winzigen Pollen setzen sich in der Lunge ab und rufen starke Allergien hervor. Die Blütezeit ist im Spätsommer und Herbst, und somit verlängert sich die Leidenszeit der Allergiker. Der Samen der Ambrosia ist teilweise im Vogelfutter enthalten und wächst in der Nähe der Futterhäuschen. In letzter Zeit macht der japanische Knöterich auf sich aufmerksam. Er ist wie viele Einwanderer als Zierpflanze in den Gärten angesiedelt worden.


Starkvermehrende Pflanzen werden dann oft in der freien Natur „entsorgt“. So konnte sich der Knöterich erstmals unbemerkt vor allem auf Brachflächen und Böschungen stark vermehren. Es genügen schon kleinste Wurzelabschnitte für den Grundstein einer neuen Staude. Die Wurzeln gehen bis in eine Tiefe von 2 Metern und haben eine starke Wuchskraft.

 

Es gibt aber auch noch viele Zuwanderer, die unseren Gaumen erfreuen. Zum Beispiel in der Küche: Tomate, Paprika, Gewürze und viele Kohlsorten. Auch viele Blumen die unser Herz erfreuen sind aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken: Tulpen, Dahlien, Geranien um nur einige aufzuzählen. Mit den nichtheimischen Pflanzen kommen dann Krankheitserreger und Schädlinge, die bei uns dann keine Feinde haben nach. Viele dieser Pflanzen haben ihre Berechtigung in unseren Gärten, für viele Tiere und Insekten sind aber die heimischen Pflanzen überlebenswichtig. Ihre Genetik ist auf Pflanzen aus der Region abgestimmt. Anschließend wurde die reichhaltige Tombola verteilt, dazu trugen auch Spenden von Betrieben aus Anger und Teisendorf bei und somit konnte jeder Besucher einen schönen Preis mit nach Hause nehmen.

 

Ehrungen im Rahmen der Jahreshauptversammlung

 

Im letzten Vereinsjahr wurden die langjährigen Mitglieder pandemiebedingt zu Hause geehrt. Die Vorstandschaft besuchte die Geehrten und überreichte im „kleinen Kreis“ Urkunden, Ehrennadeln und Blumengrüße. In diesem Jahr wurden die zu ehrenden Mitglieder wieder zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Anderl Schmölz, stellvertretender Kreisvorsitzender und Bürgermeister Markus Winkler überreichten die Ehrengaben. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden mit der silbernen Ehrennadel und einer Urkunde des Landesverbandes für Gartenbau-und Landschaftspflege geehrt:   Frau Stefanie Berger, Frau Irmgard Fagerer, Frau Christine Genzinger-Graebner, Herr Stefan Aschauer, Herr Herbert Höglauer, Herr Franz Krammer. Für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit gibt der Obst-und Gartenbauverein Anger eine Bienenwachskerze mit Vereinsmotiv: Frau Margarete Wimmer, Herr Franz Aschauer, Herr Matthias Bauer, Herr Johann Nitzinger gehören seit 1982 zum Verein.  Stolze 60 Jahre halten die Steinhöglerinnen Frau Maria Gumpinger und Frau Elisabeth Lohwieser dem Gartenbauverein die Treue. Die Ehrennadel mit Kranz sowie eine Urkunde des Landesverbandes wurden zum Dank überreicht. So mancher hat sich für sein fernbleiben entschuldigt, die Ehrung wurde später vom Vorstand nachgereicht, oder eine Vertretung beauftragt die Ehrung entgegenzunehmen.

 

Mit einer besonderen Überraschung  wurde die Vereinsvorsitzende Doris Baumgartner überrumpelt: Josef Stein und Anderl Schmölz überreichten Ihr für die langjährige Tätigkeit in der Vorstandschaft die goldene Ehrennadel. 1996 übernahm Doris Baumgartner das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden, 4 Jahre später die Leitung des Vereins. Seither führt Doris Baumgarner das Amt mit viel Engagement und Herzblut aus. Viele lehrreiche Kurse und Vorträge, Lehrfahrten und Bastelstunden mit Kindern wurden von Ihr mitorganisiert. „Dieses Ehrenamt bekleidet nur eine Person, dahinter steht aber die ganze Familie um die Aufgaben zu bewältigen“ so Ihr Dank auch an Ihre Familie.

 

Josef Stein

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Jahreshauptversammlung des OGV Anger (20.​04.​2020)