In Fachfragen wenden Sie sich jederzeit gerne an den 

Kreisfachberater Markus Putzhammer

Tel.: 08651 -773853 oder 0170 -3427604

oder per email markus.putzhammer@lra-bgl.de .

Gartentipps:

Im Obstgarten:

Mit den Schnittarbeiten kann jederzeit begonnen werden.

Große Schnitte von dicken Ästen erfolgen möglichst spät im Winter oder noch besser im Sommer.

Edelreiser können ebenfalls schon geschnitten werden.

Diese gut beschriften und an schattiger Stelle oder in kaltem Keller in feuchten  Sand einstecken.

Mit dem Mäusefang nicht nachlassen - es gibt leider heuer mehr als genug.

Katzen am besten den ganzen Tag loben, damit sie fleißig Mäuse fangen.

.

 

Gemüse

Eingelagertes Wintergemüse und Salate öfter auf Fäulnis kontrollieren und auch Mäuse kontrollieren

und ggf. fangen.

Die ruhige und finstere Zeit für die Gedanken über den Anbau im kommenden Jahr nutzen.

Samen auswählen und bestellen.

Gute Saatgutfirmen bieten bewährtes Saatgut in guter Keimqualität.

Unsere Samen müssen nicht Roundup resistent oder Supersorten sein - Bewährtes ist oft die beste Wahl.

Ziergarten

Die ersten Schneerosen blühen und der Duftschneeball hat auch schon einige Blüten geöffnet.

Ansonsten ruht der Garten und zeigt uns mit Schnee Eis und Rauhreif schöne Bilder

an Zweigen und Knospen, dürren Blütenständen und Blättern.

 Blumen. 

Die Pflanzeit für Blumenzwiebel kann verlängert werden, solange der Boden nicht tief gefroren ist.   

So kann man sich jetzt noch Freude und Schönheit für den Frühling schaffen. 

Immergrüne Gehölze

Bei offenem Boden noch ganz  kräftig eingießen, falls man das im Herbst vergessen hat.

auch der feuchte Herbst und Frühwinter wiegt das nicht auf. 

Weil sie auch im Winter grün sind, brauchen sie auch zu dieser Zeit Wasser. Besonders wichtig ist dies bei Neupflanzungen. 

 

Stauden (mehrjährige Blumen) .

 Wenn der Schnee fortgewehrt wird, zum Frostschutz und für spätere Feuchtigkeit wieder Schnee auf die Beete schaufeln.

Trockene Stauden müssen nicht unbedingt alle zurückgeschnitten werden. Viele sehen im Winter mit Schnee und Reif noch rcht attraktiov aus. Außerdem sind samentragende Stauden ein willkommenes Winterfutter für unsere Vögel.  

Rosen .

Letzte gefrorene Blüten machen uns noch Freude mit einem Rest an Farbe.

Mit dem Rückschnitt haben wir noch keine Eile. Wenn im Garten abgeräumt wird, schätzen es die Rosen sehr, wenn sie mit Kompost oder abgelagertem Mist angehäufelt werden.

Kletterrosen gegen starke Sonneneinstrahlung schützen, sonst gehen sie zu früh in Trieb.

Grünflächen und Rasen

Bei nassem Boden eher schonen - nicht zu viel drauf rumlaufen.

 

 

Bei Fachfragen wenden Sie sich jederzeit gerne an

Kreisfachberater Markus Putzhammer

Tel.: 08651 -773853 oder 0170 -3427604

oder per email markus.putzhammer@lra-bgl.de .

 

 

 

Buchsbaumzünsler ist noch unterwegs

 

 

Der Buchsbaumzünsler hat in den letzten Jahren in vielen Gärtnern sein Unwesen getrieben.

2016 und 2017 waren die Schäden ganz gravierend.

In manchen Orten ist der Befall so total, dass eine Bekämpfung aussichtslos erscheint.

Gegen den Buchsbaumzünsler werden wir die Schlacht höchstwahrscheinlich verlieren.

Anderswo ist der Zünsler noch nicht angekommen. Es ist aber zu befürchten, dass es zu einer weiteren Ausbreitung kommen wird. Da müsste schon ein Wunder geschehen, wenn es anders käme.

Die zweite Raupengeneration war bereits wieder unterwegs und ist teils schon verpuppt. Soweit die Buchse noch einigermaßen aussehen, sollte man nicht einfach zuwarten und auf ein Wunder hoffen sondern handeln. Arbeiten sie Ihre Buchse durch und versuchen Sie alle alten und zusammengewickelten Blätter abzusaugen oder abzuammeln.

Bei beabsichtigter Spritzung erhöht ein vorheriges Durchblasen mit einem Hochdruckreiniger die Wirksamkeit. Biologische Mittel sind  z. B. Dipel oder Raupenfrei Xentari(Anwendung bei mind.18° C, sonst wirkt es nicht - nur für junge Raupen), Neem oder Spruzit Schädlingsfrei. Bitte beobachten Sie aber die Buchse gut und behandeln sie bereits die jungen Raupen - bei den ausgewachsenen Raupen ist die Wirksamkeit geringer. Diese Mittel sind nicht bienengefährlich und für den biologischen Gartenbau und Hausgärten ausdrücklich zugelassen. Xentari und Dipel sind ein Bakterienpräparate und für Mensch und Tier völlig harmmlos- Spruzit ist ein Mittel aus Pyrethrum, einem Pflanzenextrakt, das zwar akut giftig ist,  sich aber sehr schnell abbaut. So beträgt die Wartezeit bei Gemüse 3 Tage., Neem ein insektizides Öl aus dem Neembaum.

Eine Spritzung muß aber durchdringend und am besten abends erfolgen.

Bei größeren Buchsbeständen wird man wohl um ein Entfernen der Pflanzen nicht herumkommen, da eine Behandlung, die bis zu 3 mal im Jahr erfolgen müsste, wohl nicht durchzuhalten ist.

Solche Erscheinungen durch eingeschleppte Schädlinge kann bei uns die Natur nicht auffangen und so werden wir und mit dem Gedanken vertraut machen müssen, dass wir den Buchs für die Gartengstaltung verlieren werden- traurig aber wahr.