In Fachfragen wenden Sie sich jederzeit gerne an den 

Kreisfachberater Markus Putzhammer

Tel.: 08651 -773853 oder 0170 -3427604

oder per email markus.putzhammer@lra-bgl.de .

Buchsbaumzünsler ist noch unterwegs

 

 

Der Buchsbaumzünsler hat in den letzten Jahren in vielen Gärtnern sein Unwesen getrieben.

2016 und 2017 waren die Schäden ganz gravierend.

In manchen Orten ist der Befall so total, dass eine Bekämpfung aussichtslos erscheint.

Gegen den Buchsbaumzünsler werden wir die Schlacht höchstwahrscheinlich verlieren.

Anderswo ist der Zünsler noch nicht angekommen. Es ist aber zu befürchten, dass es zu einer weiteren Ausbreitung kommen wird. Da müsste schon ein Wunder geschehen, wenn es anders käme.

Die zweite Raupengeneration war bereits wieder unterwegs und ist teils schon verpuppt. Soweit die Buchse noch einigermaßen aussehen, sollte man nicht einfach zuwarten und auf ein Wunder hoffen sondern handeln. Arbeiten sie Ihre Buchse durch und versuchen Sie alle alten und zusammengewickelten Blätter abzusaugen oder abzuammeln.

Bei beabsichtigter Spritzung erhöht ein vorheriges Durchblasen mit einem Hochdruckreiniger die Wirksamkeit. Biologische Mittel sind  z. B. Dipel oder Raupenfrei Xentari(Anwendung bei mind.18° C, sonst wirkt es nicht - nur für junge Raupen), Neem oder Spruzit Schädlingsfrei. Bitte beobachten Sie aber die Buchse gut und behandeln sie bereits die jungen Raupen - bei den ausgewachsenen Raupen ist die Wirksamkeit geringer. Diese Mittel sind nicht bienengefährlich und für den biologischen Gartenbau und Hausgärten ausdrücklich zugelassen. Xentari und Dipel sind ein Bakterienpräparate und für Mensch und Tier völlig harmmlos- Spruzit ist ein Mittel aus Pyrethrum, einem Pflanzenextrakt, das zwar akut giftig ist,  sich aber sehr schnell abbaut. So beträgt die Wartezeit bei Gemüse 3 Tage., Neem ein insektizides Öl aus dem Neembaum.

Eine Spritzung muß aber durchdringend und am besten abends erfolgen.

Bei größeren Buchsbeständen wird man wohl um ein Entfernen der Pflanzen nicht herumkommen, da eine Behandlung, die bis zu 3 mal im Jahr erfolgen müsste, wohl nicht durchzuhalten ist.

Solche Erscheinungen durch eingeschleppte Schädlinge kann bei uns die Natur nicht auffangen und so werden wir und mit dem Gedanken vertraut machen müssen, dass wir den Buchs für die Gartengstaltung verlieren werden- traurig aber wahr.

Gartentipps:

Im Obstgarten:

Erntearbeiten nur bei trockenem Wetter durchführen.

Früchte werden dann gepflückt, wenn der Stiel bei leichter Drechung löst.

Muß abgerissen werden, sind die Früchte noch nicht reif. Bei vielen Bäumen ist ein mehrmaliges Durchpflücken notwendig.

Überzählige Früchte, die nicht eingelagert werden und gesundes Fallobst, regelmäßig aufsammeln und verarbeiten oder zur Kelterei bringen.

Im Bereich der Bäume Gras kurz halten und Mäuse regelmäßig fangen - es gibt heuer mehr als genug.

Katzen am besten den ganzen Tag loben, damit sie fleißig Mäuse fangen.

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Gemüse

Erntearbeiten wie beim Obst nur an trockenen Tagen.

Viele Gemüsearten haben noch einen kräftigen Zuwachs und vertragen auch leichten Frost.

Zuckerhutsalat, Sellerie, Rosenkohl usw legen jetz noch kräftig zu.

Auf abgeernteten Flächen kann man noch mulchen oder z. B . Roggen als Gründüngung einsäen.

Die meisten Ertereste kommen auf den Kompost.

Kranke Pflanzen wie Tomatenstauden gehören nicht dort hin.

Ziergarten

 Blumen. 

Die Pflanzeit für Blumenzwiebel beginnt.   

So kann man sich jetzt schon Freude und Schönheit für den Frühling schaffen. 

Bslkonblumen und Kübelpflanzen auf keinen Fall mehr düngen und weniger gießen.

So reifen sie gut aus und kommen sicher über den Winter.

Immergrüne Gehölze

Im Herbst noch ganz  kräftig eingießen. Weil sie auch im Winter grün sind, brauchen sie auch zu dieser Zeit Wasser. Besonders wichtig ist dies bei Neupflanzungen. 

Es gibt oft eine Menge übriges Wasser aus den Regentonnen, die wir vor dem Frost sowieso entleeren sollten.

Stauden (mehrjährige Blumen) .

Die meisten können jetzt gepflanzt bzw umgepflanzt werden. So haben sie noch Zeit gut anzuwurzeln und werden so im Winter nicht vom Frost hochgehoben.

Trockene Stauden müssen niocht unbedingt alle zurückgeschnitten werden. Viele sehen im Winter mit Schnee und Reif noch rcht attraktiov aus. Außerdem sind samentragende Stauden ein willkommenes Winterfutter für unsere Vögel.  

Rosen .

Letzte Blüten machen uns noch Freude.

Mit dem Rückschnitt haben wir noch keine Eile. Wenn im Garten abgeräumt wird, schätzen es die Rosen sehr, wenn sie mit Kompost oder abgelagertem Mist angehäufelt werden.

 Rasen 

Nicht mehr stickstoffbetont gießen.

Nicht zu hoch in den Winter gehen lassen wegen deer Gefahr von Schneeschimmel.

 

 

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