In Fachfragen wenden Sie sich jederzeit gerne an den 

Kreisfachberater Markus Putzhammer

Tel.: 08651 -773853 oder 0170 -3427604

oder per email markus.putzhammer@lra-bgl.de .

Gartentipps:

Im Obstgarten:

Durch den außergewöhnlich hohen Fruchtansatz an vielen Bäumen kann es schnell zu Astbrüchen kommen. Deshalb sollten stark behangene Äste jetzt schon gestützt werden.

Es ist auch noch möglich, den Fruchtbehang zumindest bei den kleineren Bäumen auszudünnen.

Die verbleibenden Früchte werden dann um so schöner.

Ein Zuviel an Wassertrieben kann jetzt bei allen Obsstbäumen herausgenommen werden. Dies trägt zu einer gewissen Beruhigung vor allem bei starktreibenden Bäumen teil.

Die Kirschen haben uns heuer einen Jahrhundertertrag gebracht und waren kaum wurmig. Das ist wohl den vorausgegangenen Jahren geschuldet, wo Nässe und Kälte mit der Folge von massivem Schrotschuß schon so manchen Gartenbesitzer an der Zukunft der Kirschen bei uns zweifeln ließ. Manchmal muß man eben viel Geduld aufbringen, nicht nur über Wochen, sondern über Jahre  - das ist beim Obst halt so.

Wer es vergessen haben sollte: Kirschbäume und die Beerensträucher sollten spätestens jetzt geschnitten werden.

Veredelungen speziell an Kirschbäumen können ab Ende Juli vorgenommen werden. Dazu werden schon leicht verholzte Neutriebe der gewünchten Sorte verwendet. Die Blätter werden bis auf die Stiele entfernt und die Veredelung erfolgt ganz normal mittels Kopulationsschnitt.

Geschickte Veredeler können jetzt auch das Einsetzen von Edelaugen (Okulation) durchführen

Gerne wird das bei  den Obstbäumen an  jungen Kirchbäumen angewendet .

Ebenso wird die Okulation bei Flieder und Rosen eingesetzt und das mit erstaunlichem Erfolg.

Gemüse

braucht heuer viel Wasser, das wir wegen des relativ geringen Regens oft selbst bringen müssen.

Trotzdem: nicht jeden Tag gießen. Lieber alle paar Tage kräftig (mind. 10 l pro m²)

Mulchen der bestellten Beete mit Rasenschnitt hat sich wieder bestens bewährt, sowohl bei Trockenheit als auch bei den plötzlichen starken Regengüssen.

Bei den Tomaten jetzt unbedingt die unteren Blätter entfernen, die den Boden berühren könnten. Die bekannte Krautfäule nimmt dort ihren Anfang und kann durch das rechtzeitige Aufblättern sehr stark gebremst werden.

Ziergarten

Nach einer eher zögerlichen Entwicklung haben die Schnecken jetzt alles aufgeholt, was für den Gärtner bedeutet, dass man wieder stark hinter diesen Tierchen herstellen muß, wenn man ihnen nicht einen großen Teil unserer Gartenpracht und unseres Ertrags opfern wollen .

 Blumen. 

Balkonblumen brauchen jetzt regelmäßig genügend Dünger - auf keine Fall austrocknen lassen, sonst führt der gelöste Dünger zu Wurzelverbrennungen und somit zu Wachstumsstockungen.

Die verblühten Teile und faule und trockene Blütenreste öfter absammeln, da sich sonst Fäulnis einnisten kann.  

Immergrüne Gehölze

Diese brauchen speziell auf duchlässigen Böden gelgentlich Wassergaben. Ein Rück- bzw Korrekturschnitt erfolgt dann erst ab Mitte August.

 

Stauden (mehrjährige Blumen) .

genügend Wasser geben, Düngung einstellen und gelegentlich durchputzen.  

Rosen .

Eine so herrlich Blüte hatten wir selten.

Durch die geringen Niederschläge kaum Krankheiten - auch mal schön.

Der zweite Blütenflor ist berteits im Anmarsch. und es sieht wieder sehr gut aus.

Eine letzmalige Düngung wird noch durchgeführt, bevor wir die Rosen nicht mehr antreiben wollen um ihnen auf den Winter hin, zu einem guten Triebabschluß und so zu guter Winterhärte verhelfen.

Grünflächen und Rasen

Nicht zu tief mähen, sonst trochnet der Rasen zu leicht aus. 

 

Bei Fachfragen wenden Sie sich jederzeit gerne an

Kreisfachberater Markus Putzhammer

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Buchsbaumzünsler ist noch unterwegs

 

 

Der Buchsbaumzünsler hat in den letzten Jahren in vielen Gärtnern sein Unwesen getrieben.

2016 und 2017 waren die Schäden ganz gravierend.

In manchen Orten ist der Befall so total, dass eine Bekämpfung aussichtslos erscheint.

Gegen den Buchsbaumzünsler werden wir die Schlacht höchstwahrscheinlich verlieren.

Anderswo ist der Zünsler noch nicht angekommen. Es ist aber zu befürchten, dass es zu einer weiteren Ausbreitung kommen wird. Da müsste schon ein Wunder geschehen, wenn es anders käme.

Die zweite Raupengeneration war bereits wieder unterwegs und ist teils schon verpuppt. Soweit die Buchse noch einigermaßen aussehen, sollte man nicht einfach zuwarten und auf ein Wunder hoffen sondern handeln. Arbeiten sie Ihre Buchse durch und versuchen Sie alle alten und zusammengewickelten Blätter abzusaugen oder abzuammeln.

Bei beabsichtigter Spritzung erhöht ein vorheriges Durchblasen mit einem Hochdruckreiniger die Wirksamkeit. Biologische Mittel sind  z. B. Dipel oder Raupenfrei Xentari(Anwendung bei mind.18° C, sonst wirkt es nicht - nur für junge Raupen), Neem oder Spruzit Schädlingsfrei. Bitte beobachten Sie aber die Buchse gut und behandeln sie bereits die jungen Raupen - bei den ausgewachsenen Raupen ist die Wirksamkeit geringer. Diese Mittel sind nicht bienengefährlich und für den biologischen Gartenbau und Hausgärten ausdrücklich zugelassen. Xentari und Dipel sind ein Bakterienpräparate und für Mensch und Tier völlig harmmlos- Spruzit ist ein Mittel aus Pyrethrum, einem Pflanzenextrakt, das zwar akut giftig ist,  sich aber sehr schnell abbaut. So beträgt die Wartezeit bei Gemüse 3 Tage., Neem ein insektizides Öl aus dem Neembaum.

Eine Spritzung muß aber durchdringend und am besten abends erfolgen.

Bei größeren Buchsbeständen wird man wohl um ein Entfernen der Pflanzen nicht herumkommen, da eine Behandlung, die 3 - 4 mal im Jahr erfolgen müsste, wohl nicht durchzuhalten ist.

Solche Erscheinungen durch eingeschleppte Schädlinge kann bei uns die Natur nicht auffangen und so werden wir und mit dem Gedanken vertraut machen müssen, dass wir den Buchs für die Gartengstaltung verlieren werden- traurig aber wahr.